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Warum Ängste und Unsicherheiten nicht von alleine verschwinden und Hundehalter Ängste oft unbewusst verschlimmern

Um die Frage zu beantworten, warum Ängste im Normalfall nicht einfach wieder verschwinden, sondern oft sogar noch schlimmer werden, müssen wir etwas in die Lerntheorie einsteigen.


Die 2-Faktoren-Theorie der Angst von Mowrer beschreibt das Phänomen, wie Angst entsteht und diese dann bleibt.

Die Angst vor einem Reiz entsteht durch klassische Konditionierung: ein vorher neutraler Reiz, wird zu einem bedingtenReiz, der Angst auslöst. Beispiel: Der Hund schaut zum Fernseher und in diesem Moment fällt in der Küche ein Topf runter und der Hund erschrickt. In der Folge hat der Hund dann Angst vor dem Fernseher, da er ein unangenehmes Gefühl mit dem Fernseher verknüpft hat.


Da die meisten Hundehalter ihrem Hund keine unangenehmen Gefühle zumuten wollen, kommt es aus dieser guten Intention heraus unbewusst zum Erhalten oder sogar Verstärkung der Angst. Der Hund zeigt in Folge der klassischen Konditionierung Meideverhalten, um dieses unangenehme Gefühl nicht mehr fühlen zu müssen. Hier kommt nun der 2. Faktor ins Spiel: operante Konditionierung, in diesem Fall negative Verstärkung (etwas Unangenehmes fällt, weg und der Hund spürt Erleichterung). Der Hund zeigt also in Zukunft häufiger das Meideverhalten.


Am Beispiel erklärt: Der Hund läuft einen Bogen um den Fernseher und schaut diesen nicht mehr an, da dann das unangenehme Gefühl ausbleibt, läuft er in Zukunft einen größeren Bogen oder fängt an zu zittern, wenn er in der Nähe des Fernsehers ist.


Nun stellt sich die Frage, was kann man tun? Kein Hundehalter will, dass sein Hund Angst verspüren muss und an dieser Stelle muss ich dringend raten eine Fachperson aufzusuchen, denn vor dem Training sollte eine gründliche Anamnese & Analyse durchgeführt werden.


Pia Mildenberger

 
 
 

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